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Kann das Betreiben einer Photovoltaikanlage zu einer höheren gewerbesteuerliche Belastung führen?

Veröffentlicht von Rechtsanwalt Kraus am Jan 30 2012
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  Nach der jüngsten Rechtsprechung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg steht einer Immobilieneigenverwaltungsgesellschaft, die neben der Grundstücksnutzung Photovoltaikanlagen installiert und den Strom entgeltlich in das allgemeine Stromnetz einspeist, keine vergünstige gewerbesteuerliche Besteuerung zu.

Grundsätzlich werden Kapitalgesellschaften, die lediglich eigenen Grundbesitz verwalten gewerbesteuerrechtlich besser gestellt als Kapitalgesellschaften, die daneben einer anderen gewerblichen Tätigkeit nachgehen, die nicht zwingend mit der Nutzung und Verwaltung des Grundbesitzes zusammenhängt. Die Begünstigung wird im entschiedenen Fall verwehrt, da die Kapitalgesellschaft durch den Stromhandel auch einer anderen Tätigkeit nachgegangen ist. Für unerheblich befand das Gericht dabei, dass die Einnahmen der Gesellschaft nur zu 5 % aus dem Stromverkauf stammten, da dies nach Auffassung des Finanzgerichts eine von der Grundstücksnutzung und -verwaltung unabhängige gewerbliche Tätigkeit sei. Offen blieb in dem Urteil, wie zu entscheiden gewesen wäre, wenn der produzierten Strom ausschließlich für den eigenen Grundbesitz genutzt worden wäre. (Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 6 K 6181/08).

Zuletzt geändert am: Nov 21 2012 um 12:23 PM

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